Prag goldene Stadt
Die Reise nach Prag begann am Sonntag 11. Juni 2023 früh am Morgen.. Wir fuhren mit Elisabeth und Andreas zum Flughafen Zürich. Wir hatten einen frühen Flug nach Prag gebucht und so sind wir bereits um ca. 10:00 Uhr in Prag gelandet. Dort hatte ich ein Taxi reserviert. Wo war es? Mein Fehler, ich habe anstatt AM PM Zeit dem Hotel angegeben. Schnell gehandelt: das nächste Taxi am Flughafen genommen. Wir konnten nach dem Zimmerbezug im Hotel Waldstein bereits die Stad Prag erkundigen. Wie machen wir das?
Die „Goldene Stadt“ zeigt heute ein geschlossenes von Gotik und Barock geprägtes Stadtbild. Sehenswürdigkeiten wie die Prager Burg, die Karlsbrücke, die mittelalterliche Rathausuhr, der jüdische Friedhof machen die Stadt zu einem beliebten touristischen Ziel. Gut; das wollen wir alles sehen. Andreas möchte dazu noch ein imposantes Bauwerk besichtigen. Alles der Reihe nach.
Am ersten Tag erkundigen wir die Prager Altstadt Prag und den Wenzelsplatz. Wir flanieren über die Karlsbrücke und gehen durch die vielen Gassen der Altstadt. Das Zentrum der Altstadt bildet der Marktplatz mit dem vorherrschenden und eindrucksvollen Rathaus. Die Prager Rathausuhr, auch Aposteluhr oder Altstädter Astronomische Uhr, ist eine weltweit bekannte astronomische Uhr aus dem Jahr 1410, die sich in Prag an der Süd Mauer des Altstädter Rathauses befindet. Wir und viele andere Touristen warteten bis 12:00 Uhr das Glockenspiel beginnt. Ein faszinierendes Spektakel. Später machten wir uns auf den Weg zum jüdischen Friedhof. Wir fanden einen jüdischen Friedhof, es war aber noch nicht der Richtige. Mit Tram gings zurück ins Hotel. Am Nachmittag flanierten wir am linken Ufer der Moldau. Da sahen wir schöne Kunstwerke und dann hatten wir auch Zeit für einen ersten Drink in Prag.
Am 2. Tag, 12. Juni 2023, machten wir uns auf die Entdeckung der Burg und des Veitdoms. Dabei haben wir uns entschlossen, dien Standseilbahn zu nehmen. Die Petřín-Standseilbahn ist die bekannteste Standseilbahn in der Tschechischen Republik. Diese seit 1891 mit zwei längeren Unterbrechungen bis heute in Betrieb befindliche Bahn wurde vor der Reaktivierung jeweils aufwändig modernisiert. 2024 wurde die Bahn wiederum stillgelegt und wird durch einen Neubau Mitte 2026 ersetzt.
Die Geschichte dieser Seilbahn begann im Jahre 1889, als sich Mitglieder des Klubs Tschechischer Touristen aus Prag in Paris aufhielten und dabei den berühmten Eiffelturm besichtigten. Nach ihrer Rückkehr beschlossen sie, in ihrer Stadt eine verkleinerte Kopie des schon damals als Wahrzeichen von Paris weltbekannten Turmes zu bauen, wobei sie mit ihrem Vorhaben allgemein auf breite Zustimmung stießen. Vom Herbst 1889 bis 1891 wurde der 62 Meter hohe Aussichtsturm auf dem Petřín errichtet. Da dieser auf dem Fussweg relativ weit vom Stadtzentrum entfernt gewesen wäre, beschlossen sie auch, an dieser Stelle gleichzeitig eine Standseilbahn zu bauen. Die Petřín-Standseilbahn wurde am 25. Juli 1891 mit der Landesjubiläumsausstellung in Prag eröffnet.
Auf dem Petřín angekommen machten wir uns auf den Weg zur Burg. Dabei hatten wir herrliches Wetter und eine traumhafte Aussicht auf die Stadt Prag. Die Prager Burg (tschechisch Pražský hrad) ist die ehemalige Residenz der Könige von Böhmen im Hradschin (Burgviertel) in Prag. Mit einer Fläche von fast 70.000 Quadratmetern ist sie die größte geschlossene Burganlage der Welt. Sie wurde im 9. Jahrhundert erbaut und hat seither ihr Aussehen stark verändert: Generationen von Baumeistern verschiedener Baustile waren daran beteiligt, die einzelnen Etappen der Geschichte hinterliessen ihre Spuren. Sie war Residenz der Könige von Böhmen, zweier Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und der Präsidenten der Tschechoslowakei. Heute ist sie Sitz des Präsidenten von Tschechien. Inmitten der Prager Burg befindet sich der Veitsdom. Am Nachmittag - bei schönstem Wetter - machten wir eine gemütliche Schiffrundfahrt auf der Moldau.
Nach der Schifffahrt suchten wir zu Fuss das "Tanzende Haus" . Das Tanzende Haus ist der Spitzname eines 1996 verwirklichten Bürogebäudes in Prag. Die Baupläne lieferte der tschechische Architekt Vlado Milunić in Kooperation mit dem kanadischen Architekten Frank Gehry. Es steht direkt am Ufer der Moldau am Rašín-Kai, dem ursprünglichen Palacký-Kai, und dient als Bürogebäude für mehrere vorwiegend multinationale Firmen. Die vom obersten Stockwerk war fantastisch. Dieser Besuch hat sich wahrlich gelohnt. So was haben wir gesehen? Karlsbrücke - Altstadt - Hradschin mit Dom - das Tanzende Haus und vieles mehr. Was fehlt ist der jüdische Friedhof. Zurück ins Hotel nehmen wir das Tram ohne zu zahlen. Sind wir Schwarzfahrer. Nein. Wie sich heraus stellt, dürfen wir ältere Generation in Prag gratis Tram fahren.
Am 13.Juni 2023 machten uns auf die Suche nach dem jüdischen Friedhof. Ich habe meinen ehemaligen Arbeitskollegen Jindrich Pavel gefragt und dann noch Passanten auf der Strasse in der Prager Altstadt. Endlich haben wir ihn gefunden. Uns das Lustige daran. Keine 15 Minuten vom Hotel weg entfernt, ist der bekannte jüdische Friedhof und dahinter das Kafka Viertel.
Nach dem Besuch des jüdischen Friedhofes machen wir uns auf den Weg ins Hotel. Aber halt! Überall gibt's es etwas zu Bestaunen. Für die Süssen von uns, die vielen Süsswaren Shops, für die Kulturinteresssierten viele Antiquitätenläden und Galerien, für die Durstigen die vielen schönen und gemütlichen "Kneipen" und für Hanny und Elisabeth etwas zum Anziehen.
Der letzte Tag in Prag
Idealer Tag um Einkäufe zu tätigen und nochmals die schöne Altstadt zu geniessen. Karlsbrücke: etliche Male darüber gelaufen, Hradschin in seiner ganzen Grösse erlebt, das Tanzende Haus besucht und den jüdischen Friedhof gefunden. So alles gesehen. Dachte ich. Nein das "Goldene Gässchen'" haben wir nicht gesehen. Grund dazu nochmals hin zui gehen.